Ihre diesjährige Jahreshauptversammlung hielt die Freiwillige Feuerwehr Alfter am 31. März in der Aula der ehemaligen Hauptschule in Oedekoven ab.


Alfter. Zur Jahreshauptversammlung konnte der Leiter der Feuerwehr Alfter, Gemeindebrandinspektor Thorsten Ohm, rund 100 Kameradinnen und Kameraden, den Bürgermeister der Gemeinde Alfter, Herrn Dr. Rolf Schumacher, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Markus Zettelmeyer, sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung begrüßen.
 
Zu Beginn der Versammlung bat Ohm um eine Gedenkminute für die verstorbenen Feuerwehrkameraden.
 
Im Anschluss gab der Leiter der Feuerwehr einen Rückblick auf das Jahr 2016. Die Feuerwehr Alfter hatte im letzten Jahr 136 Einsätze zu absolvieren. Diese Zahl liegt leicht unter dem 10-jährigen Mittel von 149 Einsätzen. Ohm betonte dass es im vergangenen Jahr zum Glück keine spektakulären Großeinsätze gegeben habe, dass allerdings auch die hohe Zahl von Routineeinsätzen und einige belastende Einsatzszenarien, wie zum Beispiel Personenunfälle auf der Bahnstrecke Bonn-Euskirchen, die ehrenamtlichen Einsatzkräfte vor nicht zu unterschätzende Herausforderungen stellten.  
Bei den Führungsfunktionen gab es in der Feuerwehr Alfter im letzten Jahr wenige Veränderungen. Der Sprecher der Tagesalarmgruppe der Gemeindeverwaltung ist Unterbrandmeister Benjamin Eckey, der das Amt von Unterbrandmeister Michael Nicolai übernommen hat. Neuer Gerätewart in Gielsdorf ist Unterbrandmeister Christoph Hannemann. Eine völlig neue Aufgabe ist der Koordinator für die Brandschutzerziehung in der Gemeinde. Diese Aufgabe übernimmt Unterbrandmeister Christian Sessink.

Ohm bedankte sich darüber hinaus noch einmal besonders bei allen Feuerwehrleuten, die sich zusätzlich zum normalen Feuerwehrdienst in Führungs- oder Sonderfunktionen engagieren.
 
Die Jugendfeuerwehr ist bekanntlich die Nachwuchsorganisation der Freiwilligen Feuerwehr, daher liegt auf ihr auch ein besonderes Augenmerk der Wehrführung. Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr und Gemeindejugendwart Marc Schumann bot einen interessanten Überblick über die Jugendarbeit aller vier Jugendfeuerwehren in der Gemeinde. Die Jugendfeuerwehr hat derzeit einen Mitgliederstand von 69 Kindern und Jugendlichen, damit war ein Anstieg von einem Mitglied gegenüber 2015 zu verzeichnen. Interessierte Jugendliche sind herzlich willkommen und können sich unter www.feuerwehr-alfter.de/jugendfeuerwehr informieren.
 
Im Rahmen der  Versammlung konnten insgesamt zehn neue Mitglieder offiziell in die Einsatzabteilung übernommen bzw. aufgenommen werden, so dass derzeit insgesamt 137 aktive Einsatzkräfte zu verzeichnen sind. Bedingt durch Versetzungen in die Ehrenabteilung, Austritte und Wechsel in andere Feuerwehren bedeutet dies einen Zuwachs um fünf Einsatzkräfte, was Ohm veranlasste, die besondere Bedeutung von Personalentwicklungsmaßnahmen in der nächsten Zeit noch einmal hervorzuheben, um die notwendige und im Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde beschriebene Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr auch zukünftig sicherzustellen.

Verbesserungen in der Außenwirkung und der Personalwerbung erhofft sich die Feuerwehr von ihrem neuen Logo, das Ohm an diesem Abend vorstellte und das zukünftig ein einheitliches Erscheinungsbild aller Medien und Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit ermöglichen soll. Es wurde mit Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung von der ortsansässigen Werbeagentur df-Kreativ entworfen und symbolisiert unter anderem die für die Feuerwehr typischen Elemente Feuer und Wasser.
 
Bürgermeister Dr. Rolf Schumacher richtete ein Grußwort an die versammelten Feuerwehrleute. Er dankte im Namen von Rat und Verwaltung für die geleistete Arbeit und betonte die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr.

Im Anschluss an das Grußwort folgte ein kurzer Überblick über Ausbildungen auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene und zahlreiche Feuerwehrangehörige wurden infolge absolvierter Laufbahnlehrgänge oder absolvierter Dienstzeiten von Ohm befördert.
 
Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Markus Zettelmeyer richtete das Wort an die Anwesenden. Er dankte allen Kameradinnen und Kameraden für ihre geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit. Er bezeichnete das Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr in kreisangehörigen Gemeinden der Größe Alfters als „alternativlos“, da die bei Personalmangel notwendig werdende Einrichtung einer hauptamtlich besetzten Feuerwache enorme Kosten verursache und nichtsdestotrotz weiter ehrenamtliche Feuerwehreinheiten unterhalten werden müssten.

Zusammen mit der Wehrführung und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister konnte Dr. Schumacher dann folgende Ehrungen vornehmen: Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber des Landes Nordrhein-Westfalen für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Unterbrandmeister Michael Nicolai, Oberbrandmeister Christoph Winand und Unterbrandmeister Michael Becker (alle aus Witterschlick). Hauptbrandmeister Michael Bauer aus Alfter wurde mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold des Landes Nordrhein-Westfalen für 35-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Brandoberinspektor Michael Klaudt aus Witterschlick und Hauptfeuerwehrmann Wilfried Bungartz aus Alfter erhielten die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber. Gemeindebrandinspektor Marc Schumann aus Impekoven wurde die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in  Gold verliehen.
 
Der Abend an den offiziellen Teil lud die Wehrführung bei einem Imbiss und Getränken zum Austausch über aktuelle und anstehende Projekte und andere Feuerwehrthemen ein. Diese Gelegenheit wurde von Feuerwehrleuten und Ehrengästen ausgiebig genutzt. [mh]

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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 21/11/2017 - 17:07 Uhr