Alfter. Für mehr Respekt gegenüber Rettern, Helfern und Beschützern schließen sich Feuerwehren, Rettungsdienste, Ordnungsbehörden und Polizei in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zusammen und haben die Kampagne RESPEKT BONN/RHEIN-SIEG ins Leben gerufen.


In der Ferne kann man schon das Martinshorn eines Rettungswagen oder Feuerwehrautos hören. Mögliche Gedankengänge der Bevölkerung: "Wie gut dass es Retter und Helfer gibt die sich tagtäglich um das Wohl der Menschen kümmern!" oder "Was ist das für ein Lärm? Ich wollte doch schlafen." Es gibt zwei Seiten in unserem Arbeitsalltag: Ein Großteil der Gesellschaft in der Region Bonn/Rhein-Sieg sieht in Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und den Ordnungsämtern die helfende Hand, den Lebensretter und den Helfer in der Not. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die sich durch unsere Arbeit  in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt sehen.

Wir als Freiwillige Feuerwehr Alfter haben bisher keine gravierenden Vorfälle in der Gemeinde erlebt. Allerdings führt die über die Jahre abnehmende Akzeptanz, vor allem bei Straßensperrungen, immer wieder zu Diskussionen. Im Gegenzug erfahren wir als Freiwillige Feuerwehr Alfter aber auch häufig Dank, Respekt und Anerkennung für unsere Arbeit.

Diese positiven Rückmeldungen stärken uns in unserem Tun und somit möchten wir ehrenamtliche und hauptberufliche Feuerwehrleute, Rettungskräfte, Polizisten und Mitarbeiter der Ordnungsämter in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis bei dieser Kampagne unterstützen und den Respekt einzufordern, den Retter und Helfer, die sich tagtäglich zum Wohle aller Menschen in dieser Gesellschaft engagieren, verdient haben.

Auf Initiative der Polizei Rhein-Sieg-Kreis haben sich der Landrat und Polizeichef des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, die kreisangehörigen 19 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Ashok Sridharan, die Bonner Polizeipräsidentin, Ursula Brohl-Sowa, sowie die Verantwortlichen von Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz und dem technischen Hilfswerk zu einer gemeinsamen Kampagne für mehr Respekt gegenüber Polizei und Rettungskräften zusammengeschlossen. All diese Menschen leiten und vertreten die beteiligten Organisationen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Gemeinsam wollen sie das Thema in die öffentliche Diskussion bringen. Sie setzen sich dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Region wieder respektvoller miteinander und besonders mit Ihnen, den Frauen und Männern "unter Blaulicht", umgehen. Daher steht schon in dem gemeinsamen Logo das Motto "Respekt - Bonn/Rhein-Sieg".[SiSi]